Anti-Faschismus
„Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen!“
Nazis raus aus den Parlamenten!
Im Laufe der Bundesrepublikanischen Geschichte gelang es immer wieder Rechten Parteien in die Parlamente einzuziehen. Aktuell sind sie in zwei Landtagen, nämlich Meck Pom und Sachsen vertreten. Dieses ist für uns ein nicht hinnehmbarer Zustand. Hierbei machen wir keinen Unterschied zwischen Reps, DVU, Pro XY oder NPD, denn das hieße Scheiße nach dem Geruch zu sortieren. Wobei aber insbesondere Letzte mit geradezu unerträglichem Verhalten von sich reden machen. Wie sehr sie die Demokratie verachten zeigt sich immer wieder, wenn sie in ihren Landtagsauftritten vom „sogenannten“ Hohen Haus sprechen oder einfach nur die Parlamente als „Quasselbuden“ verunglimpfen.
Da die NPD die Parlamente eh nur als Einkommensquelle ansieht bzw. als Bühne für ihre menschenverachtende Hass-Propaganda, fordern wir Jusos eine sofortige Neuauflage des NPD Verbotsverfahrens. Denn sie selbst liefen schon genug Gründe, warum sie im deutschen Parteienspektrum nichts zu suchen haben. Beispiele gefällig?
Dann lassen wir doch mal Udo Voigt, den NPD Bundesvorsitzenden zu Wort kommen:
„Das Reich ist unser Ziel, die NPD ist unser Weg!“
auf dem NDP-Bundesparteitag am 18./ 19. März 2000
„Zweifellos handelt es sich bei Hitler um einen großen deutschen Staatsmann.“
am 24.Sep. 2004
„Für uns ist das kein Holocaust-Gedenkmal, sondern wir bedanken uns dafür, dass man uns dort jetzt schon die Fundamente der neuen deutschen Reichskanzlei geschaffen hat.“
im April 2004
Durch solche Äußerungen und ihr Verhalten verwirken die Nazis unserer Meinung nach ihr Recht am demokratischen Diskurs teilzunehmen.
Wobei, man wird schon nachdenklich wenn man sich dem zweifelhaften Vergnügen hingibt und sich die Nazi-Postillen und „Heimatseiten“ (Naziisch für Homepage) einverleibt. Die faseln immer so viel von „Freiheit“ und „gegen Zensur“, dass man fast Gefahr läuft darauf reinzufallen, dass sie doch einfach nur eine andere Meinung haben und keine verbrecherische Ideologie vertreten.
Dabei muss man aber bedenken, dass diese Herren (und ja, auf Führungsebene sind es „natürlich“ nur Herren) Freiheit ganz anders definieren als der Rest der Bevölkerung. Dazu muss man sich erst mal bewusst machen, dass ein Nazi in seiner Wunschvorstellung, ein Land und seine Bewohner als etwas komplett Homogenes, also Gleichartiges, ansieht. Sowohl ethnisch als auch geistig… alles absolut gleich geschaltet.
Wo ist aber dann die Freiheit, von der die Nazis reden? Die meinen damit die Befreiung von angeblicher „Fremdbestimmung“ … Ja, in deren kruden Geisteswelt reifen Verschwörungsvorstellungen, dass die Politik in Deutschland von Israel, den USA oder irgendwelchen vermeintlichen EU-Bürokraten gesteuert wird. Von denen es sich zu befreien gilt. Das versteht ein Fascho unter Freiheit.
Selbstverständlich wäre in dem „Nazi-Traum-Land“ niemand als Individuum wirklich frei, da ja eine eigenständige Persönlichkeit absolut konträr zum Faschismus bzw. Nazismus läuft. Man muss sich doch nur mal vorstellen was 1938 gewesen wäre, wenn man gesagt hätte: “Ich will nicht zur Hitlerjugend, ich möchte lieber mit meinem Rucksack durch die Lande ziehen…“ Echte Freiheit? Fehlanzeige! Wenn man sich dann noch bewusst macht, dass im Logo des „Völkischen Beobachters“, dem Haupt-Naziblatt, die Worte „Freiheit und Brot“ auftauchten, weiß man auch heute noch woran man bei deren geistigen Nachfolgern ist. Denn auch die damaligen Nazis meinten damit auch nur, sich von Auflagen des Versailler-Vertrages und der daraus entstehenden vermeintlichen „Fremdbestimmung“ befreien zu müssen.
Wenn man sich das Programm der NPD zu Gemüte führt, kann man nach ein bisschen suchen und zwischen den Zeilen lesen, rausfinden was damit gemeint ist wenn Nazis von „keine Zensur“ sprechen. Man erklärt einfach alles was einem nicht passt zum „anti-deutschen-Verhalten“ und verbietet es. Da ein, natürlich nach deren Vorstellungen definiertes, obskures „deutschtum“ um jeden Preis geschützt werden muss. Das wäre dann natürlich aus deren Sicht keine Zensur, sondern „Schutz des Vaterlandes“.
Im Gleichschritt rückwärts…
Nahezu alle Fortschritte einer modernen Gesellschaft werden von den Neonazis abgelehnt. Im Zusammenhang mit Homosexualität reden sie von einer „pervertierten Gesellschaft“ und für Frauen haben sie selbstverständlich nur den Herd und die Kindererziehung vorgesehen. Gerne reden sie in diesem Kontext von der „natürlichen Rolle der Frau“. Bei der offenen und bunten Gesellschaft sprechen sie nur abfällig von der „Muli-kriminellen Gesellschaft“.
All die hart erkämpften Errungenschaften, die ein zukunftsorientiertes Land auszeichnen, müssen viel eher noch weiter vorangetrieben werden und nicht zu Gunsten dieser finsteren Ideologie zerstört werden.
Alles sehr Extrem, oder…?
Wir wehren uns entschieden gegen eine Gleichsetzung von Rechts- und Linksextremismus, die gerne von den konservativen bzw. bürgerlichen Kräften betrieben wird.
Zunächst muss man feststellen, dass die Definition von Extremismus sehr schwierig ist. Wenn Extremismus bedeutet, dass man sich gegen das gegenwertige politische System stellt, muss man wohl Gandhi, den Dalai Lama und die NS-WiderstandskämpferInnen auch zu den ExtremistenInnen dazuzählen.
Und für die Religiösen unter uns… Jesus war dann wohl auch Extremist, mit seinen doch für damalige Verhältnisse nicht ganz zeitgemäßen Aussagen zum Thema Nächstenliebe.
Ihr seht, mit diesem Begriff zu operieren ist schwierig. Aber es bleibt festzuhalten, dass man die wohl äußerst fragwürdigen Auswüchse in manchen Teilen des „Links-Außen-Spektrums“ bzw. die die sich dafür halten, nicht mit den Gewaltorgien des Neonazis vergleichen kann. Denn wer möchte es bitteschön gleichsetzen, wenn eine Horde Faschos einen dunkelhäutigen Menschen durch die Stadt zu Tode jagt oder wenn ein Möchtegern-„Linker“ ein teureres Auto abfackelt.
Falsch ist selbstverständlich Beides, aber eine juristische bzw. politische Gleichsetzung wäre ja wohl fatal.
Doofen Typen mit zu kleinen Mützen…
Aber auch die weniger offensichtlichen Auswüchse von Rechts-Außen, die Burschenschaften, verdienen eine kritische Betrachtung. Auch wenn sie es vielleicht weniger offen zeigen als die Neonazis, findet man jedoch auch in deren Ideologie mit ihren biologistisch, völkisch, großdeutsch und patriarchalisch Ideen nahezu sämtliche Bestandteile eines faschistischen Weltbildes.
Den Faschisten werden wir niemals weichen!
Hilf auch du mit und kämpf mit uns für eine offene, tolerante und bunte Gesellschaft ohne den zerstörerischen braunen Dunst aus der Vergangenheit!
von Lucas















